Das Alltägliche und das Besondere

In einer Regenbogenfamilie zu leben ist für uns und unsere Kinder ganz alltäglich. Im Alltag bekommen wir und unsere Kinder aber auch zu spüren: Unsere Familienform ist etwas Besonderes. Deshalb ist für uns Eltern der Austausch und für unsere Kinder die Begegnung mit anderne Kindern aus Regenbogenfamilien wichtig.


Jede Familienphase hat ihre typischen Themen: Schwangerschaft, Geburtsvorbereitung, Geburt, Stillen, Babyzeit, Kindergartenzeit, Schulzeit. In jeder dieser Phasen setzen sich Familien intensiv mit den jeweiligen Herausforderungen auseinander. Neben diesen typischen altersspezifischen Kinder- und Familien-Themen beschäftigen uns Eltern in Regenbogenfamilien spezielle Themen. Das beginnt mit Fragen wie: Wer von uns soll schwanger werden? Wie wollen wir schwanger werden? Wer soll zu unserer Familie gehören? Das sind - in der Regel - Fragen, die sich heterosexuellen Paar auf dem Weg zur Familie nicht stellen. 


 Ist das erste Kind da, folgen weitere Fragen, Entscheidungen und Auseinandersetzungen:

  • Wie funktioniert die Stiefkindadoption? Welche Erfahrungen haben andere Familien in meiner Stadt damit gemacht? 
  • Kann ich als Co-Mutter Elternzeit nehmen, auch wenn ich die Stiefkindadoption noch nicht erfolgreich abgeschlossen habe?
  • Wie begegnen wir heteronormativen Vorstellungen von Familie in Kindergarten und Schule?
  • Wie bleiben wir ein (Liebes-)Paar, trotz ausuferndem Familienalltag?
  • Wie gehen wir mit familiären Herausforderungen wie Trennungen um?
  • Welche Chancen bieten Patchwork- oder Kleeblattfamilien?
  • Wie ist die aktuelle Situation in Politik und Gesetzgebung z.B. beim Ehegattensplitting oder im Adoptionsrecht?

Der Erfahrungsaustausch über diese Themen ist wichtig. Die Treffen in den Kölner Gruppen ermöglichen diesen Austausch. Daneben ist es schön, sich einfach zu treffen, zusammen Ausflüge zu unternehmen, Spaß zu haben, Raum zu haben für Gespräche über Dies und Das und für sich entwickelnde Freundschaften.

 

Und die Kinder?

Für die Kinder bietet die Gruppen und Angebote eine Möglichkeit, anderen Kindern aus Regenbogenfamilien zu begegnen. Je älter die Kinder werden, desto mehr erfahren und spüren unsere Kinder: Meine Familie ist etwas Besonderes. Um so wichtiger ist es, in der Gruppe die Vielfalt unserer Familienformen zu erleben. Dies gibt unseren Kindern Sicherheit und ein Selbstverständnis: „Ich bin nicht der/die Einzige, der/die zwei Mamas/zwei Papas hat“. 


Deine Meinung ist uns wichtig

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

Bleib immer aktuell:

unterstützt von