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Liv & Hugo: Ein Kinderbuch aus dem Alltag - ohne Tamtam

Als meine Frau mit unserem ersten Kind schwanger war haben wir uns auf die Suche nach Kinderbüchern gemacht. Natürlich gab es vor einigen Jahren auch schon verschiedene Bücher über Regenbogenfamilien. Aber irgendwie gab oft so viele moralische Fragen, die darin angesprochen worden sind. Sicherlich brauchen das Kinder auch zu einem gewissen Zeitpunkt. Aber ein unbeschwertes Buch, eine ganz „normale Familie“ mit Familienalltag, das habe ich nicht gefunden.

Schon damals sagte ich zu meiner Frau: „Dann schreibe ich eben selber eins.“ Dabei ist es auch über Jahre leider geblieben. Ein zweites Kind kam dazu, der Alltag wurde dadurch noch lebhafter. Aber immer wieder kam der Gedanke an das Buch. Wie der Zufall es so will hat sich eine Freundin aus Schulzeiten mit einem Atelier selbstständig gemacht. Als ich das mitbekommen habe, haben wir über die Idee eines Kinderbuches gesprochen. Adina war sofort begeistert, wollte unbedingt mitmachen. Was ich nicht wusste: auch sie wollte schon immer ein Kinderbuch illustrieren.So hat das Schicksal uns wohl an der Stelle zusammen geführt.

Über Wochen und Monate haben wir geschrieben, gezeichnet, verbessert und wieder verworfen, haben gefachsimpelt, versucht und gelacht. Wir haben nach Namen gesucht und Charaktere entworfen. Es war ein wirklich lebendiger und gleichermaßen langwieriger wie lehrreicher Prozess. Unsere Kinder haben Ideen mit eingebracht und das Kinderbuch ist mit viel Herzblut gewachsen. Für mich als Autorin war immer wichtig, dass es keine moralischen Appelle in diesem Buch gibt. Kinder aus Regenbogenfamilien sollen mit Liv & Hugo einfach Geschwister finden, die bei ihren Mamas leben. Das habe ich mit der Geschichte von Liv & Hugo und ihren Mamas im Zoo geschafft.

Ein Buch in Eigenproduktion

Da es reichlich schwierig ist, einen Verlag für ein Kinderbuch zu finden, habe ich alles aus eigener Tasche finanziert - da gebührt natürlich meiner Ehefrau ein großer Dank, dass ich mein Herzensprojekt umsetzen durfte!

 

Nun ziehen Liv und Hugo nach und nach in die Kinderzimmer ein. Das macht mich glücklich. Sichtbarkeit und Diversität, Toleranz und Akzeptanz, eine schöne Geschichte – alles in einem Buch. Und dazu gibt es immer mal wieder ein neues Malbild der Regenbogenfamilie, das kostenfrei heruntergeladen und gaaanz oft kopiert werden darf  ;-).

 

Ich hoffe, dass noch viele Kinder und Erwachsene Liv & Hugo und die Mamas kennenlernen, dass Kinder auf einem Schoß sitzen und die Geschichte vorgelesen bekommen. Dass Leser*innen und Kinder gemeinsam eine tolle Zeit mit dem Buch haben.

Das Buch gibt es unter liv-und-hugo.de

Und hier gibt's Ausmalbilder zum Buch

geschrieben von Paula


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